Skip to content

"Ungeöffnet verbrauchen"

Grybel Wie soll das …



… denn gehen: Man möge es bis zum genannten Datum ungeöffnet verbrauchen?

Wie verbraucht man in Folie eingeschweisstes, mariniertes Fleisch, ohne die Verpackung zu öffnen? Okay: "Erhitzen im Wasserbad" ging ja noch, ohne es zu öffnen. Aber das wäre ja nur die Zubereitung aber noch nicht der Verbrauch. Genau der soll aber ungeöffnet geschehen. Jemand irgendwelche Tipps?

Und da wundert sich jemand, warum kaum ein Autofahrer auf den ÖPNV umsteigt

Neulich fand sich wieder einmal die Gelegenheit, Dinslaken einen Besuch abzustatten. (Seit "Eingemeindung" der VGN in den VRR sogar völlig "legal", früher bin ich mal in der irrigen Annahme, die Linie 903 sei auf der ganzen Länge eine Duisburger VRR-Linie, versehentlich mit einem VRR-Ticket schwarz gefahren¹).

Heiliger Sonntag! Der Busbahnhof vor dem Hauptbahnhof glänzte duch Leere. Ursache: Über die Hälfte der dort verkehrenden Buslinien fährt Sonntags gar nicht, der verbleibende Rest maximal nur stündlich, einige sogar nur alle zwei Stunden. Wer kann ein solches "Angebot" denn konkret nutzen, selbst wenn er wollte? Hochgeklappte Bahnsteige locken keinen Autofahrer hinter seinem heißen Ofen vor!

__________
¹) Übrigens der zweite Grund, warum man als Autofahrer den ÖPNV in seiner aktuellen Tarifstruktur meidet: Da ist ja ein Führerschein einfacher als die wohl notwendigen zwei Semester Tarifwissenschaft! Welches Ticket gilt auf Grund welcher Kriterien wo?

Eine Unterscheidung an Hand der Liniennnumer (Zweistellig == VGN-Tarif, Dreistellig 9xx = VRR-Tarif) fiel in Dinslaken schonmal aus. "Grundsätzlich an der Tarifraumgrenze" stimmt aber auch nicht, wie es zum Beispiel die U41 von Dortmund nach Lünen Brambauer beweist: Die fährt weit über die Dortmunder Stadtgrenze hinaus zum VRR-Tarif, der nach Lünen, wie auch nach Unna oder Schwerte "Nur im Übergang" Anwendung findet.

Was zum Teutatis bedeutet nun aber wieder "nur im Übergang"?. Also von Dortmund nach Lünen, Dortmund nach Unna oder Dortmund nach Schwerte: Ja. Von Lünen nach Schwerte: Nein? Außer, man fahre Zickzack, wenn und weil "Lünen -> Dortmund, Dortmund -> Unna, Unna -> Dortmund, Dortmund -> Schwerte" ja Fahrten "im Übergang" sind …? Nicht wirklich, oder?

Und wieder einmal hat der ÖPNV-Kirchturm zugeschlagen

Eher durch Zufall habe ich heute bei der Fahrt mit dem SB16 nach Hornbach festgestellt, daß da wohl der SB16 gekappt wurde. Irgendwas war da an der Haltestelle überklebt: Wo vorher wohl "ZOB Dorsten" stand, klebte nun ein "Bottrop Kirchhellen" auf dem Haltestellenschild. Ein Blick auf den Fahrplan brachte Gewissheit: Ende der Fahnenstange wohl nun in BOT-Kirchhellen.

Es wäre ja schrecklich, könnten Bottroper Bürger weiterhin schnell nach Dorsten kommen, immerhin liegt dazwischen ja eine Stadtgrenze, die zu überqueren dem ÖPNV offensichtlich mehr und mehr physische Schmerzen bereitet.

Anstatt den VRR endlich zu einem Verkehrsverbund zusammenwachsen zu lassen, schwingen die ÖPNV-Planer zunehmend das "Wir trennen Städte statt sie zu verbinden"-Schwert. Nun hat's wohl auch Bottrop/Dorsten erwischt.

Dabei mögen meine Erlebnisse als Essener wohl nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisberges darstellen. Vor dem aktuellen SB16 habe ich ohne tiefere Recherche nur die Abnabelung Essen/Velbert (gleich auf zwei Linien: 171 und 177) und Duisbug/Moers (Linie 924: Fallbeil kurz vor der Moerser Stadtgrenze in Kaldenhausen) life erlebt.

Wann wird eigentlich konsequenterweise die U18 an der Wickenburgstraße gekappt und warum zum Henker traut sich der 363 zumindest noch bis Freisenbruch nach Essen rein? Den könnte man doch gleich an Höntrop Kirche enden lassen, damit die Wattenscheider bloß nicht trivial nach Essen reinkommen …

Höflichkeit ist eine Zier …

… doch besser lebt man ohne ihr?

Zumindest, was die Höflichkeit angeht, Anfragen oder Termine abzusagen, wenn man sie mit "nein" bescheiden will oder einen Termin nicht einhalten kann oder möchte, scheint es mehr und mehr optional zu werden. Soll der Frager doch am ausgestreckten Arm verhungern, statt ihn mit einem klaren "Nein" zu konfrontieren.

eBay-Kleinanzeigen ist so ein Betätigungsfeld: Einfach mal "Nein, kein Interesse" zu antworten, muss fürchterlich schmerzen. Aber auch Anwälte scheinen zu den Spezies zu zählen, einfach mit Schweigen im Walde zu reagieren, statt "Sorry: In dem Fall kann/will ich Sie leider nicht vertreten" über die Lippen zu kriegen.

Oder ist da meine Erwartung dieses Minimums an Höflichkeit nur veraltet und ich verkalkt, wenn und weil ich mich durch ein solches Verhalten brüskiert fühle?

S-Bahnhof Bochum Dahlhausen verschlimmbessert

Mehr oder weniger per Zufall ergab es sich, daß ich gestern den jüngst modernisierten S-Bahnhof Bochum Dahlhausen nutzen durfte. Der soll ja wohl in den letzten Jahren (Warum dauern Baustellen eigentlich neuerdings immer so lange? Früher™ ging alles schneller) umgebaut und endlich fertiggestellt worden sein.

Angekommen per 390 aus Wattnschitt sahen meine entzündeten Augen auf der Abfahrtstafel neben Lidl ein "(S) 3 Oberhausen in 2 Minuten". Kein Problem. Schnellen Schrittes in Richtung Bahnsteig und dann nicht schlecht gestaunt: Statt wie früher eine kleine Treppe runter in den Tunnel und eine ebenso kleine wieder rauf, stand ich wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg vor den drei riesig langen Treppen der neuen Bahnsteigüberführung: Die rauf und wieder runter waren in den 2 Minuten kaum zu schaffen. Ganz hinten™ gab es zwar wohl auch Aufzüge, aber bis dahin und auf die jeweilige Ankunft der Kabine zu warten, hätte mich die Bahn mit Sicherheit verpassen lassen.

Wer denkt sich denn unter dem "Behindertengerecht"-Vorwand einen solchen Schwachsinn aus?

Zudem scheint auch die Möglichkeit, vom Richtungsbahnsteig Hattingen aus die Brücke Ruhrmühle erreichen zu können, statt durch den Tunnel zu müssen, der Modernisierungswut zum Opfer gefallen zu sein. "Barrierefrei" sieht anders aus …