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Warum ich noch immer Ubuntu 10.04 LTS nutze
Als Hauptgrund steckt mir immer noch der Schock in den Knochen, als ich Ubuntu nicht nur automatisch updaten, sondern auch "dist upgraden" ließ: Eines guten Tages war die gewohnte, windowsähnliche Oberfläche (Gnome¹) weg und alles so schön bunt (Unity²) hier. Flugs wieder 10.04 installiert und den automatischen "Dist Upgrade" deaktiviert. Es wurde nicht nur Augenkrebs fördernd bunt, sondern ich fand nichts mehr an gewohnter Ort und Stelle wieder.

Dagegen soll es zwar Abhilfe geben, alldieweil man ja auch einen beliebigen Fenstermanager installieren können solle, um trotz Dist Upgrade den Gnome weiter (wieder) nutzen zu können. Nur das "wie" habe ich bis heute noch nicht ergründet. Lediglich mal mit einer nackten Distri gespielt, die wo sich da "Mate" schimpfte.  Mhh. So richtig "gnomig" war auch das nicht.
Derweil gibt es wohl ein Ubuntu Gnome, welches den alten Flair wieder erwecken können solle. Dagegen sprechen hier zwei Gründe: Zum Einen ist es - wie auch Mate - eben doch nicht ganz so wie Gnome. Zum Anderen scheint es immense Rechenleistung zu erfordern. Mein 10.04 LTS läuft flüssig auf einem N2800-Atom, beim Ubuntu Gnome dagegen wate ich durch zähen Schlamm.

Und selbst, wenn ich eine leistungsstärkere Hardwarekanone auf den Pinguinspatzen losließe, wäre ich mir immer noch nicht sicher, unter einer anderen Distribution all dies wieder so einrichten zu können, daß es so klappt, so bedienbar bleibt wie hier und jetzt.

Ich habe es erst gar nicht ausprobiert, ob es zum Beispiel unterm 17.04 Gnome Ubuntu sowas wie "Open in Terminal" gibt, wenn man doch mal eben in einem Ordner oder dem aktuellen altgallische Shellflüche absetzen will. Oder von dort per "nautilus ." wieder aufs GUI zu kommen. Mag es "gksu" im Allgemeinen und "gksu gnome-terminal" im Besonderen geben, wenn man mal eine Root-Shell braucht? Sind die Rechte-Maustaste-Kontextmenüs vergleichbar, Panels frei positionierbar? Sind Starter wahlweise in einem Panel oder dem Desktop anlegbar? Gibt es einen Mountpoint wie " /media", der alles dort gemountete auf den Desktop legt? …?

Vieles davon scheint mit gnome 3 kastriert worden zu sein. Neben meinen eigenen negativen Erfahrungen rennt zum Beispiel http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86 offene Türen bei mir ein.  

Und gerade jetzt, wo das Linux im Begriff ist, mein Windows als Produktivsystem abzulösen, möchte ich daran eigentlich nichts mehr rütteln. Es ist keine Distributionstestspielwiese mehr!
© 2017 Ulrich Heidenreich

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